MEDIENINFORMATION DES
SOUVERÄNEN MALTESER-RITTER-ORDENS

27. MAI 2026

Rotes Kreuz, Samariterbund, Johanniter und Malteser fordern Befreiung von Mineralölsteuer: „Rettungsdiesel hilft allen Menschen in Österreich!“

Wien, 27. Mai 2026 – Hohe Mehrkosten durch teuren Treibstoff als wachsende Belastung für Einsatzorganisationen – Rotkreuz-Präsident Schöpfer: „Unterstützung dringend nötig!“

Die Fahrzeuge von Österreichs Einsatzorganisationen legen jedes Jahr mehrere Millionen Kilometer zurück, um Menschen in Not zu helfen. Die stark gestiegenen Treibstoffkosten der vergangenen Monate werden jedoch zu einer wachsenden Herausforderung. „Alleine dem Österreichischen Roten Kreuz entstehen so Mehrkosten bis zu 5,6 Millionen Euro im Jahr. Dazu kommt noch die ausbleibende Anpassung der ÖGK-Tarife für Krankentransporte, wodurch diese längst nicht mehr kostendeckend betrieben werden können“, erklärt Gerald Schöpfer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK).

„Rettungsdiesel kommt allen Menschen in Österreich zugute!“

Die vier großen Rettungsorganisationen fordern daher eine rasche Befreiung von der Mineralölsteuer. „Der Rettungsdiesel kommt allen Menschen in Österreich zugute. Wenn Menschen Hilfe benötigen, sind wir da. Wir fordern die Österreichische Bundesregierung auf, uns bei dieser lebensrettenden Aufgabe zu unterstützen – so wie sie der heimischen Landwirtschaft mit dem Agrardiesel hilft“, so Schöpfer.

Johanniter-Bundesgeschäftsführerin Grell-Kunzinger: „Wir stoßen an Grenzen!“

Hilfsorganisationen leisten qualifizierten Rettungsdienst mit ausgebildetem Fachpersonal und medizinisch ausgerüsteten Fahrzeugen. Dies ist eine Versorgungsleistung, die nicht nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten eingeschränkt werden kann. Da Treibstoff – anders als etwa in der Luftfahrt – ohne langfristige Preisabsicherung laufend zum Tagespreis beschafft werden muss, reißen steigende Treibstoffpreise Lücken, die Kassentarife nicht schließen. Ohne politisches Gegensteuern gefährdet das langfristig die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung.

Petra Grell-Kunzinger, Bundesgeschäftsführerin der Johanniter Österreich: „Als qualifizierte Rettungsorganisationen tragen wir medizinische Verantwortung für die Bevölkerung – und das rund um die Uhr. Während gewerbliche Anbieter Transporte aus wirtschaftlichen Gründen ablehnen können, ist das für uns keine Option. Doch auch wir stoßen an Grenzen: Wenn Kassentarife die realen Kosten nicht decken und die Treibstoffpreise explodieren, ist die langfristige Sicherstellung der flächendeckenden Versorgung ernsthaft gefährdet.“

Stellvertetender Samariterbund-Bundesgeschäftsführer Dihanits: „Werden im Regen stehen gelassen!“

„Wir werden mit den massiv gestiegenen Treibstoffkosten im Regen stehen gelassen. Jeder Cent, den Rettungsorganisationen an der Tankstelle ausgeben müssen, fehlt am Ende bei der Versorgung der Menschen. Die Politik muss endlich handeln“, erklärt Wolfgang Dihanits, stellvertretender Bundesgeschäftsführer des Samariterbundes.

Malteser-Kommandant Spiegelfeld: „Herausforderungen werden größer!“

Johann-Philipp Spiegelfeld, Kommandant des Malteser Hospitaldienstes Austria, bestätigt: „Die Herausforderungen für uns als Einsatzorganisation werden laufend größer. Der Kranken- und Rettungstransport wird in Österreich nicht nur nahezu ausschließlich von gemeinnützigen Organisationen mit tausenden Freiwilligen betrieben, er ist darüber hinaus noch chronisch unterfinanziert. Wenn der Bundesregierung die Versorgung der Patientinnen und Patienten wichtig ist, sollte sie nicht darauf bauen, dass wir weiterhin in der Lage sein werden, diese Aufgabe mittels Spenden zu subventionieren. Anstatt aus dieser gemeinnützigen Leistung noch Steuern zu lukrieren, würden wir uns von ihr dringend Unterstützung im Sinne der Allgemeinheit erwarten.“

Rückfragen und Kontakt

Für weitere Informationen und Interview-Anfragen wenden Sie sich bitte an:

Kranken- und Rettungstransporte sind in Österreich chronisch unterfinanziert. Rettungsorganisationen fordern daher die rasche Befreiung von der Mineralölsteuer. Fotocredit: © MALTESER Hospitaldienst Austria

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